Adalbert, Graf im Grabfeld und Tullifeld

Aus rhoenmap.de - Wiki

Adalbert war ein fränkischer Graf aus der Familie der Popponen, die auch als ältere Babenberger bezeichnet wird. Er ist zwischen 898 und 915 als Graf im Grabfeld bezeugt und war ein Sohn Poppos II.

Grabfeld und Tullifeld sind die beiden Gaue, in denen die Rhön im frühen Mittelalter lag: das Grabfeld südlich und östlich des Gebirges, das Tullifeld im äußersten Westen Thüringens zwischen Werra und Ulster. Wer hier Graf war, übte die Gerichtsbarkeit und das Heerbann-Aufgebot des Königs aus – eine Amtsgewalt, noch kein erblicher Besitz, auch wenn die Ämter in dieser Familie über Generationen weitergegeben wurden.

Zur Zuordnung des Tullifeldes

Die Stammliste der Popponen führt Adalbert als Grafen im Grabfeld. Das Tullifeld erscheint erst bei seinem Sohn Poppo III. († 945), der als „Graf im Grabfeld und Tullifeld" geführt wird. Ob Adalbert selbst schon beide Gaue verwaltete, ist nicht gesichert.

Nicht zu verwechseln

Ein gleichnamiger Zeitgenosse ist Adalbert von Babenberg, ein Sohn Heinrichs und damit ein Verwandter aus derselben Sippe. Er unterlag den Konradinern in der Babenberger Fehde und wurde am 9. September 906 in Theres am Main hingerichtet. Die beiden Adalberts werden in älterer Literatur und in Ahnentafeln im Netz häufig vermengt.

Quellenlage

Über Adalbert selbst ist kaum etwas überliefert. Was bekannt ist, stammt aus wenigen Nennungen in Urkunden und aus der genealogischen Forschung, die daraus Stammfolgen rekonstruiert hat. Die Jahresangaben schwanken je nach Autor.

Quellen

Weblinks